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Willkommen auf der Homepage der Gedenkstätte für Opfer der NS-"Euthanasie" Bernburg

Auf dem Gelände des heutigen Fachklinikums Bernburg befand sich ab 1940 eine der sechs zentralen „Euthanasie“-Anstalten in denen Menschen mit Gas getötet wurden. Rund 14.000 Patientinnen und Patienten aus Heil-und Pflegeanstalten sowie Häftlinge aus den Konzentrationslagern Buchenwald, Flossenbürg, Groß-Rosen, Neuengamme, Ravensbrück und Sachsenhausen starben allein in Bernburg. Im Spätsommer 1943 wurde die „Euthanasie“-Anstalt Bernburg geschlossen. Die baulichen Überreste der Vernichtungsanlage blieben zum Teil erhalten, darunter die Gaskammer.

 

Mittlerweile ist die Gedenkstätte ein Ort, an dem die Geschichten der Vergangenheit auf die Fragen der Gegenwart  treffen. In Räumen, die früher zur Tötungsanstalt gehört haben, wird heute erinnert, gelernt und geforscht.

Aktuelles

Gedenkstätte Bernburg: Öffentliche Führung am 5.2.2023

Die Gedenkstätte ist am Sonntag, dem 5. Februar 2023, von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

Für alle Interessierten findet um 10:30 Uhr eine öffentliche…

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus - Ein Rückblick

Am letzten Freitag haben Personen des öffentlichen Lebens und Privatpersonen sowohl vor Ort als auch digital im Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus innegehalten.

So legten die Oberbürgermeisterin Bernburgs Dr. Silvia Ristow, Vertreter:innen vom Kreisverband DIE LINKE Salzlandkreis , des Fachklinikums Bernburg (Salus gGmbH), des Kreisverbandes der SPD Salzlandkreis, der Schloss Hoym Stiftung, Schülerinnen des Campus Technicus, Mitglieder des Fördervereins der Gedenkstätte für die Opfer der NS-"Euthanasie" sowie Einzelbesuchende am Grabstein vor der Gedenkstätte und im Gedenkbereich Blumen nieder oder zündeten Kerzen an. Auch digital erreichten uns Einsendungen.

Wir möchten uns auf diesem Weg bei allen Beteiligten für Ihr Engagement und den regen Austausch bedanken!

 

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus - Erinnerung an die Verfolgung von Zeug:innen Jehovas in der NS-Zeit

Anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar nutzen wir in jedem Jahr die Möglichkeit eine einzelne Opfergruppe oder eine Biografie eines Opfers der Tötungsanstalt Bernburg in den Fokus zu rücken.

Für den diesjährigen Gedenktag hat unser FSJler Karl Kaltwaßer die Kurzbiografie der Zeugin Jehovas Margarete Franke recherchiert und in einem Video zusammengefasst.

Margarete Franke wurde 1936 in Mannheim wegen der Ausübung ihres Glaubens verhaftet und im Rahmen der „Sonderbehandlung 14f13“ 1942 in Bernburg ermordet. Wir machen mit diesem Beitrag auf die Zeug:innen Jehovas als Opfer des Nationalsozialismus aufmerksam.

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus - Lichter Gegen Dunkelheit

Auch 2023 werden zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus unter #LichterGegenDunkelheit bundesweit Gedenk- und Bildungsstätten, Museen, Dokumentationszentren und Erinnerungsinitiativen leuchten. Die Beteiligten wollen vor dem Hintergrund des historischen Geschehens ein Zeichen setzen gegen jede Form des Nationalismus und Menschenfeindlichkeit und laden zu einer bewussten Auseinandersetzung mit aktuellen demokratiefeindlichen Tendenzen in Gesellschaft und Staat ein.

In diesem Jahr rücken wir im Rahmen der Beleuchtungsaktion nicht nur unsere historischen Räume in den Blickpunkt. An fünf Standorten haben wir Portraits von Menschen illuminiert, die in der Tötungsanstalt Bernburg ermordet wurden.  

Zu sehen sind:

Georg Franz Schwabersberger (1904 – 1942) - Vorraum Gaskammer

Alfreda Thode (1891 – 1941) - Eingang Gaskammer

Margarete Caspar (1863 – 1941) - Eingang Sektionsraum

Johanna Köpke (1910 – 1941) - Leichenraum

Charlotte Schnitki (1908 – 1941) - Krematorium

 

Der Förderverein der Gedenkstätte übernahm die finanzielle Unterstützung für die Anfertigung der Aufnahmen. Sie werden zukünftig die Bilderwand mit Opferportraits im Gedenkbereich erweitern.

Einen Gesamtüberblick über die Beleuchtungsaktion gibt es auf www.lichter-gegen-dunkelheit.de

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus - Analoges und digitales Gedenken

In einer Gedenkstunde im Deutschen Bundestag wurde heute an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Anlass ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 78 Jahren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen in diesem Jahr Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden.

In diesem Zusammenhang besuchte die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas am 14.1.2023 die Gedenkstätte. Dabei gedachte sie der Opfer und enthüllte die Fotoaufnahme von Mary Pünjer im heutigen Gedenkbereich .

Mary Pünjer war unter dem Vorwand der „Asozialität“ als „Lesbierin“ verhaftet und zunächst im KZ Ravensbrück festgehalten worden. Im Zuge der „Sonderbehandlung 14f13“ starb sie 1942 in Bernburg.

Auch Sie können heute Ihr privates Gedenken sichtbar machen. Setzen Sie Ihr eigenes Gedenkzeichen in dem Sie inne halten und z.B. eine Kerze anzünden. Schicken Sie eine Aufnahme davon mit persönlichen Worten an info-bernburg(at)erinnern.org oder posten es selbst unter #sachsenanhalterinnert und #lichtergegendunkelheit. Vor Ort wird es möglich sein Gestecke und Kränze im Zeitraum von 10.00 bis 16.00 Uhr am Grabstein vor dem Gedenkstättengebäude niederzulegen.

Wir freuen uns auf Ihre digitale oder analoge Beteiligung!