Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Wie und warum, legt Susanne Siegert in diesem Buch dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer »einstudierten« gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen.
Susanne Siegert, geboren 1992, klärt auf Instagram und TikTok unter @keine.erinnerungskultur über den Holocaust auf. Für ihre Aufklärungsarbeit wurde die Journalistin 2024 mit dem ELNET Preis und dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet. Gerade wurde ihr der Margot Friedländer Persönlichkeitspreis 2025 für ihren unermüdlichen Einsatz verliehen. Die gebürtige Oberbayerin lebt heute in Leipzig.
Am Mittwoch, dem 9. September 2026, um 17:00 Uhr, liest Susanne Siegert aus ihrem Buch in der Gedenkstätte Bernburg.
Der Eintritt ist frei. Die Teilnahmeplätze an dieser Lesung sind allerdings begrenzt, bitte melden Sie sich daher bis zum 7.September 2026 über info-bernburg(at)erinnern.org oder über 03471-319816 für die Veranstaltung an.
Für Rückfragen steht Ihnen das Team der Gedenkstätte unter den oben genannten Kontaktdaten gern zur Verfügung!
