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„Hierbleiben – Spuren nach Grafeneck“ - Inklusives Straßentheater in Bernburg

Unter der beschönigenden Bezeichnung „Euthanasie“ (altgriech. schöner, leichter Tod) wurden in der Zeit des Nationalsozialismus Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen systematisch getötet. Allein zwischen 1940 und 1941 starben über 70 000 Menschen in sechs zentralen Tötungsanstalten durch Gas. Neben Bernburg befand sich eine dieser Einrichtungen auch in Grafeneck in Baden-Württemberg.

Seit 2020 begibt sich der inklusive Verein Theater in der Tonne e.V. Reutlingen auf die Spuren der Betroffenen dieser Mordaktion und greift in der mobile Produktion, Fakten und Hintergründe, wie Biografien der Betroffenen auf. Szenisches, Musikalisches, Choreografiertes, manchmal auch Improvisiertes und Interaktives wirft in kurzen und abwechslungsreichen Sequenzen einen vielfältigen Blick auf das Vergangene und bietet auch aktuelle Bezüge.

Das Besondere: Das Publikum kann das Stück ganz unmittelbar erleben, denn die Aufführung wird nicht in einem Theaterhaus stattfinden, sondern mitten in der Innenstadt Bernburgs auf dem Oberen Karlsplatz. Zwei Aufführungen um 10.00 und 14.00 Uhr sind am 8. Juni 2022 geplant. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht nötig.

Wir freuen uns Sie bei den bislang einzigen Aufführungen des Stückes in Sachsen-Anhalt willkommen zu heißen! Unterstützt wird die Darbietung in Bernburg durch eine Kooperation der Landeszentrale politische Bildung Sachsen-Anhalt, der Stadt Bernburg, dem Theater Bernburg und der Gedenkstätte Bernburg.

 

Weitere Informationen zum Stück und zum Ensemble finden Sie unter den folgenden Links:

https://spuren-nach-grafeneck.de/

https://www.youtube.com/watch?v=m5v63Kwlw5M&feature=emb_logo

 

Für Rückfragen stehen wir gern unter info-bernburg(at)erinnern.org und 03471-319816 zur Verfügung!