Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler

Bitte beachten Sie zunächst, dass der Verlauf und die Folgen der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik ein sehr komplexes Thema bilden. Auch die direkte Konfrontation mit dem historischen Ort kann für Jugendliche mitunter problematisch sein. Unsere Bildungsangebote sind daher erst für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse konzipiert.

Eintägige Veranstaltungen

Führung (Dauer: 1,5 Stunden)

  • Einführung in das Thema NS- "Euthanasie"
  • begleiteter Rundgang durch die Reste der Vernichtungsanlage

 Führung mit anschließendem Gespräch (Dauer: 2,5 Stunden mit Pause)

  • Einführungsvortrag mit den Themen Rassenhygiene vor 1933, NS-Propaganda und gesundheits- und rassenpolitisches Programm der Nationalsozialisten (Zwangssterilisation, "Kinderfachabteilungen" und NS-"Euthanasie")
  • begleiteter Rundgang durch die Reste der Vernichtungsanlage
  • Abschlussgespräch

 Projektunterricht (Dauer: ab 3,5 Stunden)

  • Einführungsvortrag mit den Themen Rassenhygiene vor 1933 und NS-Propaganda
  • Gruppenarbeit mit Materialien zu den Themen Zwangssterilisation, "Kinderfachabteilungen" und NS-"Euthanasie" sowie den Biografien von Else R., Max Schmidt und dem Arzt Horst Schumann
  • Vorstellung der Ergebnisse im Plenum
  • Rundgang durch die Reste der Vernichtungsanlage
  • Abschlussgespräch

Die für den Projektunterricht benötigten Unterlagen und Arbeitsmaterialien werden von der Gedenkstätte gestellt und sind kostenlos. Die Unterlagen sind allerdings nicht zur Weitergabe vorgesehen. Verschriftlichte oder fotografische Ergebnisse von Gruppenarbeiten können aber selbstverständlich gern mitgenommen werden.

 

 

Schülerinnen und Schüler arbeiten im Seminarraum der Gedenkstätte
Plakat von Schülerinnen und Schülern zum Thema Kinderfachabteilungen
Schüler diskutieren im Seminarraum über Dokumente

Mehrtägige Projekte

Nach Absprache sind auch mehrtägige Veranstaltungen (3 – 5 Tage) möglich, in deren Verlauf einzelne Schwerpunkte vertieft werden. Sie sind vor allem für kleinere Gruppen mit 12 bis 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern geeignet.

Auf Grund längerer Dauer und geringerer Gruppenstärke besteht die Möglichkeit, auch andere Zugangswege wie Frottagen oder stumme Diskussionen zu nutzen und / oder komplexere Ergebnisse wie Collagen, Fotodokumentationen, Zeitungen oder kurze Filme zu erarbeiten.

Die Projekte können teilweise in der jeweiligen Schule bzw. Ausbildungseinrichtung stattfinden. Erforderlich ist aber ein Mindestaufenthalt am historischen Ort:

  • bei einem dreitägigen Projekt mindestens ein Tag
  • bei einem fünftägigen Projekt mindestens zwei Tage

Weitere Informationen zu mehrtägigen Projekten finden Sie auch hier.